23.11.09

20.11.09

gegen argumente

dass aus hamburg keine nennenswerte literaturzeitschrift kommt.
nun neu: die erste ausgabe der randnummer. ich bin da auch drin, aber vor allem ron winkler. "wenn wir nicht schlafen können, zählen wir / die rettungswagen, die an den krankenwagen, in denen wir uns befinden, / vorüberfahren". darum gedichte.

dass man in der gegenwart leben soll.
da bin ich auch drin: im deutschen lyrikkalender 2010. mit meinem eigenen lieblingsgedicht von mir. es ist schon alt. an meinem geburtstag. dann bin ich noch älter.

dass drumherumgerede nervig ist.
wo ich noch drin bin und froh: in einer anthologie, deren titel nicht schön ist, aber alles andere schon. "skeptische zärtlichkeit". eine besondere sammlung, finde ich. da gibt es 29 dichterinnen und dichter mit ihren gedichten (u.a. adrian kasnitz, beatrix haustein, uljana wolf), aber es gibt auch texte der dichter übers eigene schreiben ("vom vermeiden von gedichten"), und dann noch 29 ein- und hinführungen zu den dichtern (durch beispielsweise jan wagner, ron winkler, björn kuhligk, hendrik jackson). das ist durchaus spannend zu lesen, weil es zumeist konzentrierter ist als das übliche geschwafel, wenn lyrikleute übers wetter reden, das herrschen muss, damit es nicht regnet. darum empfohlen.

18.10.09

22.09.09

manche sagen idiot

das ende eines taz-interviews zum thema sicherheit und überwachung mit dem berliner cdu-politiker peter trapp.

"taz: fassen wir zusammen: kameras können nicht verhindern, dass man zusammengeschlagen wird, sicherheitspersonal ist knapp. was kann getan werden, um die u-bahn sicherer zu machen?

trapp: ich wäre dafür, dass man in s- und u-bahn besondere waggons einführt. die fahrkarte kostet dann etwas mehr, dafür sind dort sicherheitskräfte. wer sich sicher fühlen will, geht dorthin. dann brauchen wir auch keine videoüberwachung mehr. leider ist das nie richtig diskutiert worden."

13.09.09

10.09.09

der tor

"gregor kommt", steht auf dem plakat, das aber dann doch den gysi zeigt. warum muss heutzutage ein politiker zu unserem guten, alten gregor werden? wofür ist das gut? vielleicht lenkt es von all dem anderen ab. wenn ich ihn mag, den frank-walter, dann muss er mich ja nicht mehr überzeugen.
geht keinesfalls wählen! ich geh nicht wählen. und um es noch deutlicher zu machen: ich nehm auch nicht an der briefwahl teil. und ich lasse mir nicht einreden, dass es wichtig wär, es doch zu tun. demokratie und so, jaja.

jetzt zu was anderem: ich beantworte freiwillig eine frage, die mir keiner gestellt hat. warum ich frauenfußball nicht ernst nehme? es liegt an den torfrauen. die sind einfach so schlecht. punkt.

bis zum nächsten mal, euer herbert

09.09.09

immer noch als jung

am 28. oktober in berlin in der lettrétage: neues vom jetzt. mit stefan schmitzer und mir. moderiert von björn kuhligk und ron winkler. keine ahnung, was das wird. es fühlt sich an wie ein termin beim psychiater.

01.09.09

morgen fahr ich fahrrad

gestern stand ich im dienstwagen sitzend an der ampel, gisbert zu knyphausen sang ziemlich laut vom neuen jahr, mir reichte schon der feierabend, aber ein anderer hatte bereits urlaub und war ziemlich abwesend, donnerte mir trotzdem und deswegen hinten mit karacho rein (und ich sah ihn noch im rückspiegel heranbrausen, er hatte den blick zur seite gerichtet und als er nach vorne sah, hatte er noch ca. zehn zentimeter bremsweg übrig).
heute wurde ich von der polizei in einem anderen dienstwagen aus dem verkehr gefischt, ich musste übungen absolvieren, die irgendeinen hinweis darauf geben sollten, ob ich drogen nehme/genommen habe. die eine bestand darin, dass ich den kopf in den nacken legen und die augen schließen sollte, um dann nach einem startzeichen 30 sekunden so exakt wie möglich abzuschätzen. angeblich haben meine 30 sekunden 50 sekunden gedauert. das war natürlich sehr verdächtig. wann haben sie zum letzten mal gekifft? ich bitte sie, die arme einfach seitlich runterhängen zu lassen, ich komme ihnen jetzt nämlich ziemlich nahe und ich möchte sichergehen, dass ich ihre hände im blick habe, damit sie mich nicht angreifen, sie möchten ja sicher auch nicht, dass ich ihnen weh tue. wann waren sie zuletzt mit leuten zusammen, die gekifft haben? sie sehen müde aus. nehmen sie sonst irgendwas? einen angenehmen tag noch.
exakt 30 sekunden später begann ein neues jahr und gisbert zu knyphausen sang lauter als jemals zuvor.

27.08.09

fast selbstportraits

unter yearbook yourself kann man im handumdrehen witzige bildchen von sich oder anderen lieben menschen erzeugen.
so oder so oder so oder so hätte ich ausgesehen, hätte ich mir nicht so viel mühe gegeben, in den 70er jahren in niederbayern geboren zu werden.





22.08.09

millerntor-stadion, matthäus, mama


ich war heute zum ersten mal bei einem pauli-spiel (weil ich die karte geschenkt bekommen habe). es war toll (sinngemäßes zitat), ich war angetan von dem ganzen drum und dran (überdies war es eine mitreissende partie (2:2 gegen duisburg) (das bild zeigt übrigens den elfmeter zum 1:0 für st. pauli durch florian bruns (aufgenommen mit der diana))). was mich nur (immer) etwas stört (auch beim fußball): dass jedes foul vom gegner ein verbrechen ("wichser, drecksau, arschloch"), der schiedsrichter ganz schnell ein schieber ("schieber, schieber, schieber", "hoyzer, hoyzer, hoyzer") und überhaupt der horizont nur dafür da ist, dass der ball nicht im weltall verschwindet (ich mag begeisterung, aber keine beschränkte). das ist wie in der politik, da gibt es ja auch diese parteisoldaten, die nichts hören, aber alles sehen. aber ich will nicht meckern jetzt. wählen geh ich ohnehin nicht mehr. aber zu st. pauli werde ich zurückkehren.
(erinnerung und abschweifung): früher: (als teenager) war ich hin und wieder im münchner olympiastadion, um die bayern zu sehen (heute gegen mainz verloren, pah!). ich war (wirklich) großer lothar matthäus-fan, habe jeden schnipsel über ihn gesammelt und fand ihn einfach toll (wortwörtliches zitat). jetzt ist lothar matthäus (wie) helmut kohl. der unterschied ist halt, dass es eigentlich egal ist, was matthäus so von sich gibt (gab), als spieler war er in der tat großartig. und ich erinnere mich noch, wie ich mit meiner mutter von passau nach münchen gefahren bin an einem 21. märz (matthäus' geburtstag) (war wohl 1987) und die bayern nürnberg 4:0 geschlagen haben, matthäus schoß ein unwiderstehlich schönes 4:0 (fand ich und war glücklich (stolz)). meine mutter wurde mit bier bespritzt. was gar nicht so schlimm war, weil ich mir jetzt gar nicht mehr vorstellen kann, dass das real war, dass sie tatsächlich mit mir zu einem fußballspiel gereist ist, schon stunden vor dem spiel mit mir in der südkurve ausharrte und nicht schlapp machte, nicht jammerte, nicht den eindruck machte, als wäre sie jemand, den man in der küche besuchen müsse, die im sommer wie im winter (immer gleich) grau ist, nein, sie kam mit regenschirm und sonnebrille ins äußerliche leben, um besseres zu tun zu haben, als im abseits zu stehen.

12.07.09

05.07.09

menschen beim orgasmus


ich fotografiere wieder. mehr in zukunft.
für gewöhnlich kann man die bilder dann dort finden.

01.07.09

hast du vielleicht etwas zucker für mich?

jetzt erschienen als leseheft nr. 86 im sukultur-verlag: meine kurzgeschichte "der letzte mensch mit segelohren".


textauszug (im heft natürlich nicht in kleinschreibung):
"paul würde niemals einem fremden solche dinge erzählen. die eigene schwäche und bedürftigkeit so ausbreiten. aber er weiß, es gibt solche menschen. die setzen sich neben einen auf die parkbank und erzählen dann, ohne dass man sie auch nur einmal angesehen und damit vielleicht ermuntert hätte, warum sie ihren vater hassen und wieso sie von ihrer mutter gehasst werden.
der kerl kriegt noch schmalere lippen und dauernd dreht er das glas auf der tischplatte im kreis herum. paul räuspert sich und schnippt dann ein paar mal mit den fingern, um auch ein geräusch zu erzeugen. ihm fällt auf, dass der typ nicht blinzelt. paul sieht ihm eine minute lang ins gesicht, aber der blinzelt einfach nicht. das ist doch nicht normal.
eine weitere minute endet ohne blinzeln."

21.06.09

huschen am zynismus vorbei

eine neue, letzte rezension zu "distanzschule".

nebenbei und doch in einem hauptsatz bemerkt: danke. im letzten jahr waren die verkaufszahlen des buches so, dass ich lächeln musste. ich freue mich über jeden einzelnen leser.

07.06.09

an allen ecken kläfft der kettenhund

noch ein hörstück. dieses mal habe ich ein gedicht von myriam keil vertont. es heißt "von der hundehütte zum fernsehturm".

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04.06.09

passivportrait #2


hamburg, 2009
fotografiert von johannes plohr

30.05.09

bilder vom sich regen, teil mich

ich habe ja diesen einen großen hit produziert. diesen ohrwurm, ihr wisst schon. letzte nacht habe ich ein video dazu gemacht.


16.05.09

de la chanson

das wäre mein beitrag für den eurovision song contest gewesen. für portugal. für die katz. für das fernweh. ich hab keinen fernseher. ich hab kleine ohren.
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03.05.09

 
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