27.10.08

selbstportrait #3


hamburg, 2007

26.10.08

selbstportrait #2


hamburg, 2007

21.10.08

im besonderen, aber auch im allgemeinen

was mich sehr freut: eines meiner gedichte ist teil der lyrikreihe "neuer wort schatz" im titel-magazin. das erregt mich deshalb so sehr, weil diese wöchentliche gedichtpräsentation eine ungeheuer feine sache ist, eine online-anthologie, die ihresgleichen sucht. das liegt vor allem daran, dass gisela trahms jedes der vorgestellten gedichte kommentiert, interpretiert und wahrlich klug und einfühlsam beleuchtet. das ist selten, würd ich mal sagen (ich meine das klug und einfühlsam). ich persönlich habe die bisherigen beiträge auf jeden fall mit großem gewinn gelesen und empfehle das weiterverfolgen sehr.

20.10.08

beim nächsten ton ist es...

was ich schon noch erwähnen möchte: florian illies von der die zeit hat mich angerufen, bedauert, gelobt, gegrüßt. das hat mich gefreut. die zeit heilt also alle wunden.

19.10.08

kreisch ist mein getöse

bin vor ein paar tagen mit dem ice gefahren. es gibt da ja dieses bahnmagazin, "mobil" heißt es, mäßig interessant im allgemeinen, reicht normalerweise für zehn minuten unterhaltung. in der aktuellen ausgabe wird heinz strunk interviewt. er spricht da über sein neues buch, "die zunge europas", und sagt dabei folgendes über das schreiben (nur sinngemäß zitiert): die kunst ist es, über etwas ekliges zu schreiben, ohne dass es eklig wird.
das hat mich doch ziemlich überrascht und ich denke jetzt seit tagen immer wieder darüber nach. wer ist schon heinz strunk, könnte man sagen. die grundsatzfrage aber ist wirklich interessant, wenns ums schreiben geht: barker oder carver? tropfend vs. staubtrocken. beides kann ja durchaus emotionen transportieren. aber wenn der schreibstil sachlich bleibt und der leser auch, dann hat der strunk eine million bücher verkauft. aber ist es nicht einfach, beispielsweise über sex zu schreiben, ohne dass es sexy ist. einfach, über eile zu schreiben, ohne dass der leser atemlos wird. einfach, über liebe zu schreiben, ohne dass es den leser berührt. das können doch all die schlechten autoren eh schon. das ist doch die kunst: es zu schaffen, dass das sujet zum tragen kommt. beim lesen.

15.10.08

als ich noch pünktlich gewesen bin


werbeplakat am münchner hauptbahnhof
netterweise festgehalten von meinem verleger sebastian

09.10.08

wie ich einmal so gut wie auf dem titel der die zeit gewesen bin

und zwar war ich das bis heute morgen um 7 uhr 18. da betrat ich die aral-tankstelle ecke stresemannstr./ruhrstr., die auf meinem arbeitsweg liegt. um 7 uhr 19 uhr zog ich an der wange von ingo schulze, um die frischgebackene die zeit aus dem zeitungsständer zu ziehen, durs grünbein guckte mich böse an und dann sah ich plötzlich alt aus. und brauchte eine brille. nee, ich hatte schon eine. denn ich war plötzlich orhan parmuk. dort, wo mein kopf prangen sollte, an der stelle, wo mein kopf auf zeit.de in einer werbeanzeige für die heutige ausgabe immer noch prangt (neben ingo schulze, durs grünbein, daniela danz und martin walser), dort guckte mich plötzlich orhan pamuk an und sagte: ällerbätsch. scheiße, hat der kerl in den letzten tagen wohl tatsächlich zwei bücher verkauft und mich gerade noch überholt, so dass ich dadurch natürlich die berechtigung, dort auf dem titel der die zeit zu sein, verloren habe. so habe ich mich jetzt ein paar wochen umsonst gefreut. und kann mich heute und jetzt auch nicht so sehr darüber freuen, dass ich ja in dem neuen literaturmagazin, das dieser die zeit beiligt, abgelichtet bin. das ist toll, aber eben nicht toller. ein bild von mir, wie ich auf einem dach sitze, vor/neben dem fernsehturm und dichter bin, weil ich dichter bin in lyrik von jetzt zwei. das war ja auch der anlass, da ganz vorne drauf zu sein, um in allen kiosken der republik nach dem rechten und dem linken zu sehen, ohne erst blättern zu müssen. man hätte gar nicht gucken müssen, um mich zu sehen, da vorne auf dem titel der die zeit. und nun gucke ich in die röhre. aber schaue ich aus dem fenster, dann sehe ich, dass die welt nicht untergegangen ist. und sage mir: dann komm ich eben demnächst aufs cover des der spiegel. ich habe auch schon einen plan: ich überfalle eine bank. eine sparkasse. in blankenese. nehme geiseln. und bei den verhandlungen mit der polizei sage ich gedichte durchs telefon. natürlich muss ich ganz schön lange durchhalten, der spiegel erscheint ja auch nur einmal die woche und so eine popelige kurze geiselnahme schaffts nicht auf den umschlag. ich beginne mit der geiselnahme an einem freitag. spätestens am zweiten wochenende danach sitzen die derspiegelmacher dann zusammen und beschließen, am montag ein bild von mir zum titelbild zu machen. dann hab ichs geschafft. muss dafür halt zwei wochen durchhalten. aber die zeit nehm ich mir.

07.10.08

passivportrait #1



hamburg, 2008
fotografiert von nicole sturz für ihre portraitreihe "young artists"

06.10.08

05.10.08

erntedankfest

nachdem vor einem monat die anthologie lyrik von jetzt zwei (hrsg.: björn kuhligk und jan wagner, berlin verlag) mit gedichten von mir erschienen ist, kann man solche nun auch im neubuch. neue junge lyrik (hrsg.: ron winkler, yedermann) lesen.
und da ich vor drei tagen die nachricht erhalten habe, dass ich darüber hinaus im nächsten jahrbuch der lyrik (nämlich 2009; hrsg.: christoph buchwald und uljana wolf, s. fischer) vertreten sein werde, sage ich: gern geschehen.

gedicht, das frauen, die sich von mir trennen, heißt

und das man hören kann, wenn man hier klickt
 
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de